Sola 2001

Sola 2001

Lagerbericht

Man schrieb den 9. Juli 2001 als sich um 09.30 Uhr in der Früh die schwersten Verbrecher aus ganz Littau am Bahnhof versammelten. Es sollte dies der Treffpunkt zum Start des zweiwöchigen Suppercoup werden. Doch leider machten die Herren des berühmt berüchtigten JW-Clan die Rechnung nicht ohne die Staatsgewalt. Es kam wie es kommen musste und alle 55 Schwerverbrecher wurden festgenommen und ins Gefängnis bei Giswil verschoben.

Mottogetreu begann das Sommerlager der Jungwacht Littau mit der lebenslangen Haft der Kinder auf dem Zeltplatz in Giswil. Kaum im Gefängnis angekommen, wurden allen Häftlingen von den Wärtern (Leiter) sämtliche Verpflegung und Wertgegenstände konfisziert. Leider gelang nach wenigen Tagen schon die erste Flucht aus dem Kerker. Mit schier unglaublichem Willen schaffte eine Gruppe ohne Geld sich ins Ausland abzusetzen, was aber schlussendlich keine Rolle spielte, denn meine Wärter waren immer verdeckt an vorderster Front dabei.

Am Sonntag erwarteten wir dann sehnlichst die Ankunft der Eltern, die einen Einblick ins wahre Gefängnisleben erhielten. Herzlichen Dank an alle Kuchenlieferantinnen. Als gegen Ende der zweiten Woche ein weiterer grosser Ganove mit Hilfe aller Inhaftierten gefangen wurde, versprach ich allen Häftlingen einen Bewährungstag. Diesen Tag erfüllten sämtliche Gefangenen mit grosser Überzeugung. Als sie schliesslich noch alle korrupten Gefängniswärter auffliegen und einfangen konnten, war der Tag zur frühzeitigen Entlassung da.
So beendeten alle Jungwächter das SoLa am Bahnhof Littau als freie Menschen.
Doch wer weiss, in einem knappen Jahr heisst es vielleicht wieder: „Wärter, festnehmen!!!“

Dankeschön!!!
Es wäre dies niemals möglich gewesen ohne ein 15 köpfiges Leitungsteam, das ein perfektes Programm auf die Beine stellte und den 5 Köchen, die uns immer wieder überraschten, ein solch gutes Gelingen des Sommerlagers zu garantieren
Im Hintergrund helfen jedes Jahr unzählige ehemalige JW Leiter beim Aufbau der grossen Zeltstadt mit.
Ihnen allen ist ein grosses Lob und Dankeschön auszusprechen.

Philip Baruffa
Lagerleiter